NACHREDE ZUR ASM-VERANSTALTUNG IM ALUMIX
…keine üble Nachrede, eher schade, dass die Ausstellung
nur von kurzer Dauer war, meinten einige…nur eine Woche für diese
„Mordsarbeit“, sagten andere…; dennoch, viele waren bei der
Eröffnung dabei; viele haben die Ausstellung nachher besucht; viele waren
das erste Mal im Alumix, sahen das einstmals größte Aluminiumwerk
Italiens. Es bleibt die Erinnerung und der Katalog als Dokumentation.
Zu den Danksagungen:
Wir möchten uns im Namen der Kerngruppe Kunst des ASM bei allen herzlich
bedanken, die bei der ASM Veranstaltung im Alumix mit Ihren Schülerinnen
mit gemacht haben.
Unser Dank geht aber nicht nur an die Kunstprofessoren, welche die Schülerinnenwerke
begleiteten und betreuten, sondern vor allem an die Schülerinnen selbst,
die mit ihren Werken gezeigt haben was sie im Unterricht leisten.
Wir glauben, dass das Kunstfach mit der Veranstaltung im Alumix nicht nur einen
gebührenden Ausstellungsrahmen erhalten hat, sondern dass auch mitgeteilt
wurde was das Unterrichtsfach imstande ist zu kommunizieren: Wie viel Fächer
vernetzendes Gestaltungspotenzial das Kunstfach absorbieren und vermitteln kann;
wie synergetisch Bild, Medien – Zeichenwelten auch bedeutungsoffen zusammenwirken
können; welche vielschichtigen Gedankengänge angedockt werden können,
die im Kunstfach als „Syntheseleistung“ kondensiert werden.
Jede teilnehmende Klasse kann nun Auswertungen anstellen und die anderen Unterrichtsfächer
mit einbeziehen. Es gibt genügend Gesprächsstoff und Aufarbeitungsansätze.
Für die heutige visuell gestaltete Umwelt gilt dieser Ansatz zur Analyse
als eine ernst zu nehmende Herausforderung und gerade dafür ist der Kunstunterricht
bedeutend. Im Prozess der Wahrnehmung von Wirklichkeiten ist der Kunstausdruck
ein zentrales Medium zur Selbstfindung aber auch zur gesellschaftlichen Hinterfragung
und Auseinandersetzung mit dem Wertediskurs.
Dies geschieht in ernster, spielerischer, ironischer Übertragung, die in
eine Form gebracht, veranschaulicht wird, wobei Befindlichkeiten Jugendlicher,
deren Haltungen und Hoffnungen aber auch Konsumwelten offen gelegt werden.
Und was mir zu guter Letzt aufgefallen ist, dass der Kunstunterricht
keinesfalls auf wackeligen Füßen steht und wenn auf eine Ausstellung
hingearbeitet wird, werden umso mehr Energieströme frei gesetzt.
Es tut gut von Zeit zu Zeit dies unter Beweis zu stellen.
Erwin Lantschner