BEDENKEN UND SORGEN ZUR OBERSCHULREFORM...

Laut Pisa-Studie 2009 schneiden die Schüler im italienischen Staatsgebiet in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften „klar schlechter als der Durchschnitt“ im weltweiten Vergleich ab. Vergleichen wir uns hingegen mit unseren deutschsprachigen Nachbarn, schneiden unsere Schüler zwar etwas besser ab, sind jedoch noch weit entfernt vom Ausbildungsgrad der Asiaten, mit denen nur die Finnen als einzige Europäer mithalten können. Auch müssen wir mehr und mehr feststellen, dass so genannte Schwellenländer uns im Bildungsbereich leistungsmäßig überholen. Gibt es also in den westlichen Ländern nach der Finanzkrise auch eine Bildungskrise?
Die Oberschulreform verlangt in Zukunft von der Schule zusätzlich zur normalen Bewertung die Bewertung von Kompetenzen, Kenntnissen und Fertigkeiten der Schüler/innen. Festzustellen ist, dass in der Mittelschule keine negativen Bewertungen von Seiten der Lehrer/Innen in diesem Bereich möglich sind. Wird dies zukünftig auch in der Oberschule so gehandhabt?
Einige Fragen dazu:
• Sind alle unsere Maturantinnen und Maturanten fachlich kompetent, allgemein gebildet, mehrsprachig, teamfähig, tolerant, pünktlich, arbeitsam, verlässlich…?
• Bestehen alle die „Externe Evaluation“, d.h. Aufnahmeprüfungen an Universitäten, Zweisprachigkeitsprüfungen, TOEFL®-Tests….?
• Erhalten alle Interessierten einen Arbeitsplatz, wo Arbeiten grundsätzlich nur Spaß macht?

Interessant, wahrscheinlich zu elitär ist die Forderung des britischen Bildungsministers Michael Gove, Schluss zu machen mit der „sachten Engstirnigkeit niedriger Erwartungen“.

Quellen: www.faz.net/s Abrufdatum 11.12.2010
fgp